Erstellt von Lana

Wem gehört ProSieben?

ProSieben ist aus der deutschen Fernsehlandschaft kaum wegzudenken. Der Sender hat sich seit seiner Einführung Ende der 1980er-Jahre zu einem der bekanntesten Medienunternehmen im deutschsprachigen Raum entwickelt und steht für ein vielfältiges Unterhaltungsangebot von Serien über Shows bis hin zu Spielfilmen und Sportübertragungen. Doch die Frage „Wem gehört ProSieben?“ ist komplexer, als es auf den ersten Blick scheint. Denn ProSieben ist heute kein alleinstehendes Unternehmen mehr, sondern Teil des börsennotierten Medienkonzerns ProSiebenSat.1 Media SE mit Sitz in Unterföhring bei München. Dieser Konzern hat in den letzten Jahrzehnten eine Reihe von Umstrukturierungen, Fusionen und strategischen Neuausrichtungen durchlaufen.

Gerade im Zuge solcher Veränderungen und Transaktionen rund um ProSiebenSat.1 Media SE ist das Gesellschafter- und Eigentümergefüge mehrfach neu geordnet worden. Im Kern bleibt jedoch bestehen, dass ProSieben, ebenso wie andere Sender der Gruppe – darunter Sat.1, Kabel Eins und Sixx –, unter dem Dach der ProSiebenSat.1 Media SE agiert und dabei sowohl von nationalen als auch von internationalen Investoren gehalten wird. Dieser Artikel beleuchtet ausführlich, wie sich das Unternehmen seit seiner Gründung entwickelt hat, wer hinter ProSieben steht und wo die größten Anteile verortet sind. So entsteht ein klares Bild von der Eigentumsverteilung und den Strukturen, die diesen bekannten TV-Sender im Hintergrund formen.

Seit wann gibt es das Unternehmen?

Die Wurzeln von ProSieben reichen in die späten 1980er-Jahre zurück. Genau genommen begann die Geschichte am 1. Januar 1989, als der Sender noch unter dem Namen „Eureka Television“ auf Sendung ging. Dieser Sender entstand aus dem Umfeld der Kirch-Gruppe, die damals von dem Medienmogul Leo Kirch geleitet wurde. Ziel war es, einen privaten Fernsehsender zu schaffen, der das wachsende Interesse an werbefinanzierten TV-Formaten in Deutschland bedienen konnte. Bereits im Herbst 1989 wurde das Programm von „Eureka Television“ in „Pro 7“ umbenannt – die Zahl im Sendernamen stand dabei für das ursprüngliche Vorhaben, vor allem sieben Tage die Woche ein attraktives Vollprogramm anzubieten.

Das offiziell eingetragene Unternehmen hinter ProSieben, die ProSieben Television GmbH, entstand somit Ende der 1980er-Jahre unter Beteiligung mehrerer Personen und Gesellschaften. Neben den Strukturen der Kirch-Gruppe spielte auch ein junges Management-Team um Georg Kofler eine wesentliche Rolle, das die inhaltliche und wirtschaftliche Ausrichtung frühzeitig prägte. Ursprünglich hatte man sich zum Ziel gesetzt, mit frischen Formaten und einem jungen Programm zu punkten, um sich von den öffentlich-rechtlichen Sendern und den wenigen damals existierenden privaten Anbietern abzuheben.

Mit der zunehmenden Verbreitung des Kabelfernsehens und der steigenden Popularität von Satellitenempfang gewannen private Fernsehsender in Deutschland immer größere Marktanteile. ProSieben profitierte von diesem Boom und etablierte sich rasch als namhafter Player auf dem TV-Markt. Bereits 1990 strahlte der Sender erste große Blockbuster und US-Serien aus, was ihm schnell eine hohe Zuschauerakzeptanz sicherte. Gleichzeitig wurde das Senderlogo eingeführt, das in abgewandelter Form bis heute besteht.

Im Laufe der frühen 1990er-Jahre professionalisierte sich ProSieben weiter und legte damit den Grundstein für den späteren Aufstieg zum zweitgrößten privaten TV-Konzern in Deutschland. Diese Dynamik bildete die Grundlage für zahlreiche später folgende Fusionen und Umstrukturierungen, aus denen letztlich die heutige ProSiebenSat.1 Media SE hervorging.

Wer ist der Gründer?

Die Gründungsgeschichte von ProSieben ist eng mit dem Namen Kirch verbunden. Leo Kirch war einer der bedeutendsten Medienunternehmer Deutschlands und maßgeblich an der Entwicklung des privaten Fernsehens beteiligt. Allerdings war er nicht allein, denn die operative Umsetzung und der konkrete Aufbau des Senders ProSieben gingen auch auf ein Team um den Medienmanager Georg Kofler zurück. Während Leo Kirch als Investor und strategischer Lenker hinter zahlreichen TV-Projekten stand, war sein Sohn Thomas Kirch ebenfalls in das Projekt involviert. In der Gründungsphase traten somit mehrere Schlüsselpersonen auf, die man heute als „Gründungsteam“ von ProSieben bezeichnen könnte.

Georg Kofler wird in vielen Berichten als einer der zentralen Treiber des Senderkonzepts genannt. Er war bereits in den 1980er-Jahren für verschiedene Medienunternehmen tätig und hatte sich auf das damals noch junge Geschäftsfeld der privaten TV-Sender spezialisiert. Kofler verstand es, kreative Inhalte mit wirtschaftlichem Know-how zu verbinden, sodass ProSieben rasch Fahrt aufnahm. Sein Gespür für Programminhalte und Formate war maßgeblich dafür verantwortlich, dass ProSieben früh Blockbuster aus den USA einkaufte und damit eine breite Zuschauerschaft ansprach.

Leo Kirch hingegen verfügte über eine enorme Filmrechte-Bibliothek und hatte die finanziellen Mittel, um die nötige Infrastruktur und Sendekapazitäten bereitzustellen. Dadurch konnte ProSieben von Beginn an auf ein attraktives Programmpaket zugreifen und sich rasch von kleineren Konkurrenten absetzen. Thomas Kirch, Leos Sohn, war ebenfalls involviert und unterstützte den Aufbau des Senders in verschiedenen Funktionen.

Bei so vielen beteiligten Akteuren ist es schwierig, eine einzige Person als „den Gründer“ zu benennen. Man kann jedoch sagen, dass das Projekt ProSieben im Kern von der Kirch-Gruppe initiiert und gestützt wurde. Die unternehmerische Leitung übernahm dann vor allem Georg Kofler, der in den ersten Jahren maßgeblich das Profil des Senders prägte und die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg legte.

Wer ist der aktuelle CEO?

Bei der Frage nach dem „aktuellen CEO von ProSieben“ ist eine wichtige Unterscheidung zu treffen: ProSieben ist einer von mehreren Fernsehsendern unter dem Dach der ProSiebenSat.1 Media SE. Die Position des CEO (Chief Executive Officer) bezieht sich im engeren Sinne normalerweise auf den Vorstandsvorsitzenden dieser Muttergesellschaft. Seit November 2022 bekleidet Bert Habets dieses Amt und ist damit für die strategische Leitung des gesamten Konzerns verantwortlich. Seine Aufgabe umfasst die Führung sämtlicher Geschäftseinheiten, zu denen nicht nur die Sender ProSieben, Sat.1, Kabel Eins, Sixx, ProSieben Maxx und Sat.1 Gold gehören, sondern auch diverse digitale Entertainment-Angebote, Streaming-Plattformen sowie E-Commerce- und Dating-Portale des Konzerns.

Gleichzeitig hat jedoch auch jeder einzelne Sender innerhalb des Konzerns eine eigene Geschäftsführung oder einen „Senderchef“, der sich vornehmlich um das Programm und operative Belange kümmert. Im Falle von ProSieben ist dies seit dem 1. März 2016 Daniel Rosemann, der zunächst als Programmchef für ProSieben angetreten ist und später auch die Verantwortung für Sat.1 übernommen hat. Anders als der börsennotierte Konzernchef ist Rosemann der Geschäftsführer des Einzelsenders ProSieben und legt den Fokus auf die inhaltliche Ausrichtung, den Ausbau des Programmportfolios sowie die Zuschauerbindung.

Dieser Unterschied spiegelt sich in den offiziellen deutschen Bezeichnungen wider: Während Bert Habets als „CEO der ProSiebenSat.1 Media SE“ kommuniziert wird, nennt man Daniel Rosemann eher „Geschäftsführer von ProSieben“ oder „Senderchef“. Beide Positionen sind entscheidend für den Erfolg der Marke, haben jedoch unterschiedliche Verantwortungsbereiche. Habets koordiniert die konzernübergreifende Strategie und die Investitionsentscheidungen, Rosemann verantwortet vor allem das Tagesgeschäft und die programmatischen Schwerpunkte des Einzelsenders.

So ist die Antwort auf die Frage nach dem „aktuellen CEO von ProSieben“ also zweigeteilt: Bert Habets führt den Gesamtkonzern, Daniel Rosemann ist als Senderchef primär für ProSieben selbst zuständig.

So viel Umsatz macht das Unternehmen

ProSieben als einzelner TV-Sender veröffentlicht keine separaten Umsatzzahlen, da er unter dem Dach der ProSiebenSat.1 Media SE agiert. Die ProSiebenSat.1 Media SE ist einer der größten Medienkonzerne in Europa und generiert ihre Erlöse in verschiedenen Segmenten. Neben dem klassischen TV-Werbegeschäft, das nach wie vor einen erheblichen Anteil am Gesamtumsatz ausmacht, umfasst das Portfolio auch digitale Entertainment-Angebote, Streaming-Plattformen, Produktionsfirmen, Commerce- und Dating-Portale sowie Vermarktungsunternehmen. Diese breite Aufstellung spiegelt sich in den Finanzberichten wider.

Im Geschäftsjahr 2022 erzielte ProSiebenSat.1 Media SE einen Umsatz von rund 4,3 bis 4,5 Milliarden Euro (aufgerundet und je nach Quelle leicht variierend). Damit lag der Konzern trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten in einem stabilen Bereich. Das Geschäft mit TV-Werbung trägt nach wie vor signifikant zum Gesamtumsatz bei, obwohl der Anteil der digitalen Tochterunternehmen und Online-Plattformen stetig wächst. Dieses Wachstum in den digitalen Segmenten ist Teil der strategischen Neuausrichtung, mit der das Unternehmen unabhängiger vom klassischen Fernsehgeschäft werden möchte.

Auch ProSieben profitiert von dieser Diversifizierung, weil es in vielen Fällen das Zugpferd für Reichweite und Markenbekanntheit ist. Große Event-Formate wie „The Masked Singer“, „Germany’s Next Topmodel“ oder Sportübertragungen ziehen nach wie vor Millionenpublikum vor die Bildschirme. Dadurch bleibt ProSieben attraktiv für Werbekunden und sichert sich, zumindest im deutschsprachigen Markt, eine solide Basis. Mit Blick auf den internationalen Vergleich ist jedoch zu beachten, dass global agierende Tech- und Streaming-Giganten zunehmend um Werbegelder und Zuschauer konkurrieren.

Langfristig sieht sich die ProSiebenSat.1-Gruppe deshalb nicht nur als TV-Sender, sondern als crossmedial aufgestellter Medien- und Digitalkonzern. Die Umsätze der kommenden Jahre werden stark davon abhängen, wie erfolgreich diese Transformation verläuft und wie gut der Konzern auf wirtschaftliche Schwankungen und veränderte Konsumgewohnheiten reagieren kann.

So verlief die unternehmerische Erfolgsgeschichte

ProSieben startete Ende der 1980er-Jahre in einem damals noch überschaubaren Marktumfeld für Privatfernsehen. Während Konkurrenten wie RTL oder Sat.1 bereits einige Jahre Vorsprung hatten, gelang es ProSieben durch ein geschickt programmiertes Vollprogramm schnell, sich zu etablieren. Schon in den frühen 1990er-Jahren machte der Sender durch den Erwerb exklusiver Ausstrahlungsrechte großer Hollywood-Blockbuster auf sich aufmerksam. Kinofilme und US-Serien avancierten rasch zu einem Markenzeichen, das ProSieben hohe Einschaltquoten und beste Werbezeiten bescherte.

Eine weitere Säule des Erfolgs war die Produktion eigener Formate. Bereits früh investierte ProSieben in Entertainment-Shows, Nachrichtensendungen und eigenproduzierte Magazine. Programme wie „Galileo“ legten den Grundstein für eine breite Zielgruppenansprache. Zudem setzte der Sender auf junge, frische Gesichter vor der Kamera, die eine bis dahin eher TV-ferne Zuschauerschaft anlockten. Dieser Kurs zahlte sich aus: ProSieben entwickelte sich im Laufe der 1990er- und 2000er-Jahre zum Aushängeschild des kommerziellen Entertainments in Deutschland.

Parallel dazu wuchs das Unternehmen durch strategische Zusammenschlüsse und Fusionen. Im Jahr 2000 fusionierte ProSieben mit Sat.1 zur ProSiebenSat.1 Media AG, die später in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) umgewandelt wurde. Dieser Zusammenschluss legte den Grundstein dafür, dass der Konzern zu einem der größten Medienhäuser Europas aufstieg. Es folgten weitere Zukäufe und Beteiligungen, auch in den Bereichen Filmproduktion und Digitalgeschäft, sodass der Konzern die gesamte Wertschöpfungskette vom Erwerb von Filmrechten über die Produktion eigener Inhalte bis hin zur Vermarktung von Werbezeit abdecken konnte.

Heute ist ProSieben neben Sat.1, Kabel Eins, Sixx, ProSieben Maxx, Sat.1 Gold und Kabel Eins Doku einer der zentralen Sender des ProSiebenSat.1-Portfolios. Obwohl das Unternehmen in den vergangenen Jahren immer wieder vor Herausforderungen stand – etwa durch die Insolvenz der Kirch-Gruppe oder den Wandel hin zu Online-Formaten – gilt ProSieben bis heute als Innovationsmotor im deutschen Privatfernsehen. Dieser Pioniergeist und die konsequente Erweiterung des Geschäftsmodells haben die Marke stark geprägt.

Wer hält die größten Anteile am Unternehmen?

Die ProSiebenSat.1 Media SE ist eine börsennotierte Gesellschaft. Das bedeutet, dass ein Großteil der Anteile frei an der Börse gehandelt wird (sogenannter Free Float). Allerdings gab es in den letzten Jahren mehrere größere Investoren, die sich bedeutende Aktienpakete sicherten. Der wohl bekannteste Akteur ist MFE – MediaForEurope, hinter der die Familie Berlusconi steht. Dieses Unternehmen hat in den vergangenen Jahren schrittweise Anteile an ProSiebenSat.1 aufgekauft und hält inzwischen einen signifikanten Prozentsatz, der grob im Bereich von rund 25–30 Prozent liegt. Die genaue Höhe kann aufgrund von Zu- und Abkäufen sowie komplexen Meldepflichten leicht variieren, wird jedoch regelmäßig in den Stimmrechtsmitteilungen der Börsenaufsicht bekanntgegeben.

Neben MFE – MediaForEurope gibt es weitere institutionelle Investoren, darunter Investmentfonds wie The Vanguard Group oder BlackRock, die je nach Marktlage Anteile von einigen Prozentpunkten halten. Auch Capital Research and Management kann man in diesem Kontext nennen. Deren Beteiligungen schwanken mitunter, da solche Fonds ihre Positionen an die Börsenentwicklung anpassen. Darüber hinaus gibt es eine breite Streuung von Privatanlegern und kleineren institutionellen Investoren, welche die Aktie von ProSiebenSat.1 Media SE im Depot halten.

Wichtig zu wissen ist, dass kein einzelner Investor gegenwärtig die absolute Mehrheit der Anteile besitzt. Auch MFE – MediaForEurope liegt mit seinem Anteil unter der 30-Prozent-Schwelle, was in Deutschland eine sogenannte Übernahmeofferte an alle Aktionäre auslösen könnte. Diese Entwicklung wird an den Finanzmärkten genau beobachtet, weil sie den Einfluss auf strategische Entscheidungen im Konzern maßgeblich beeinflussen kann.

Trotz dieser starken Anteilseigner bleibt ProSiebenSat.1 Media SE ein Unternehmen, das sich an den Interessen seiner Aktionäre und der Börsenregularien orientieren muss. Der Vorstand, geführt von CEO Bert Habets, ist demzufolge im ständigen Austausch mit verschiedenen Stakeholdern, um die langfristige Strategie des Medienkonzerns zu sichern und eine ausgewogene Balance zwischen Renditeinteressen und Investitionen in neues Geschäft zu finden.

Fazit

ProSieben ist mehr als nur ein Fernsehkanal. Hinter der bekannten Marke steht ein komplexes Geflecht aus Tochtergesellschaften, Produktionsfirmen und digitalen Plattformen, die allesamt unter dem Dach der ProSiebenSat.1 Media SE agieren. Der Sender hat in seiner wechselvollen Geschichte mehrfach die Eigentümerstrukturen gewechselt, angefangen bei der Kirch-Gruppe als ursprünglichem Initiator über den Zusammenschluss mit Sat.1 bis hin zur heutigen Form als börsennotierter Konzern. Dabei blieb das Hauptziel stets gleich: Ein möglichst breites Publikum mit Unterhaltungs- und Informationsformaten zu erreichen und dadurch solide Werbeerlöse zu erzielen.

Wer heute fragt „Wem gehört ProSieben?“ bekommt keine einfache Antwort, wie es vielleicht bei einem kleinen Familienunternehmen der Fall wäre. Stattdessen muss man auf das Aktionärsregister der ProSiebenSat.1 Media SE schauen. Dort finden sich unterschiedliche institutionelle Anleger und Privatpersonen, wobei MFE – MediaForEurope, kontrolliert von der Familie Berlusconi, inzwischen einen besonders großen Anteil hält. Auch andere Investoren wie Vanguard oder Capital Research treten auf. Diese internationale Zusammensetzung der Aktionäre spiegelt die Globalisierung des Medienmarkts wider: Große Player agieren längst über Ländergrenzen hinweg und investieren dort, wo sie Wachstumspotenzial sehen.

Für ProSieben selbst ergeben sich durch diesen Mix aus Aktionären verschiedene Chancen und Herausforderungen. Auf der einen Seite bieten starke Investoren finanzielle Möglichkeiten, um zum Beispiel neue digitale Geschäftsmodelle oder exklusive Inhalte zu entwickeln. Auf der anderen Seite müssen strategische Entscheidungen stets im Einklang mit den renditeorientierten Vorstellungen der Anteilseigner getroffen werden. Hier die richtige Balance zu finden, ist eine zentrale Aufgabe des Managements unter Bert Habets.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass ProSieben innerhalb des ProSiebenSat.1-Konzerns weiterhin ein wichtiges Zugpferd bleibt. Die Marke ProSieben steht für Unterhaltung, Vielfalt und Innovation im Privatfernsehen – ein Kern, der trotz aller Änderungen in den Eigentumsverhältnissen unverändert geblieben ist und vermutlich auch in Zukunft das Profil des Senders prägen wird.

Chronologische Übersicht der Eigentümerwechsel

  • 1988–1989: Gründung als Eureka Television, starker Einfluss der Kirch-Gruppe (Leo Kirch).
  • 1989: Umbenennung zu Pro 7; Ausbau des Programms dank Kirch-Filmrechte.
  • Frühe 1990er: Operative Führung durch Georg Kofler, Entwicklung zum Vollprogramm-Sender.
  • 2000: Fusion von ProSieben mit Sat.1 zur ProSiebenSat.1 Media AG.
  • Frühe 2000er: Insolvenz der Kirch-Gruppe, Umstrukturierungen im Konzern.
  • 2003–2006: Verschiedene Finanzinvestoren (u. a. Saban Capital Group) übernehmen Anteile.
  • 2007: Die Private-Equity-Firmen KKR und Permira steigen groß ein, halten zeitweise Mehrheit.
  • 2013: Umwandlung in ProSiebenSat.1 Media SE; weiterer Verkauf von Anteilen durch KKR und Permira.
  • 2019–2023: MFE – MediaForEurope (Berlusconi-Gruppe) baut schrittweise Anteil auf rund 25–30 % aus.
  • Heute: Breiter Mix aus internationalen Großinvestoren (MFE, Vanguard, Capital Research) und Free Float.

Bildquelle: https://www.prosiebensat1.com/presse/downloads/fotos-unternehmen

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